Die Psychotherapie als Ausweg aus seelischem Labyrinth

Viele Menschen scheuen eine psychotherapeutische Behandlung, weil sie Angst vor der Verurteilung durch andere haben, oder sich nicht selbst für verrückt erklären wollen. Diese Argumente sind jedoch haltlos, denn es zeigt sich lediglich die Sorge um das eigene seelische Wohlbefinden und ist ein Hinweis auf eigenständige Problemerkennung mit dem Wunsch auf Besserung bzw. Heilung.

In einer Psychotherapie findet eine Behandlung von Störungen der Wahrnehmung, des Verhaltens, der Erlebnisverarbeitung, der sozialen Beziehungen und z. T. der Körperfunktionen statt. Depressionen, Essstörungen wie Bulimie oder Magersucht, Suchtverhalten bzgl. Alkohol, Drogen etc., aber auch Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen können so geheilt werden. Allerdings zählen auch Traumata, wie z.B. die einer Vergewaltigung oder eines Missbrauchs, und stressbedingte Erkrankungen, wie das Burnout-Syndrom, sowie Lebenskrisen durch Mobbing oder Trauer zur Behandlungspalette eines Psychotherapeuten.
Anzeichen dafür, dass man eine Psychotherapie evtl. benötigt, können die Unfähigkeit Alltagspflichten zu erledigen, bereits unternommene Versuche zur Selbsthilfe oder gar Selbstmordgedanken durch zu hohen Leidensdruck sein. Unternommene Problembekämpfung durch Suchtmittel, aber auch der Verfall in Angst- bzw. Depressionszustände über mehr als 4 Wochen sind dringende Alarmzeichen.

Auch Ärzte, die für Schmerzen, Schlafstörungen und andere körperliche Beschwerden keinen physischen Grund finden, schicken ihr Patienten zu einer Psychotherapie, um die Ursache zu ergründen.